Leitfaden für das Erstellen eines Lernmoduls mit Genially

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Inhaltsverzeichnis

Wie oft hast du schon gehört, dass eine gute Planung und Organisation der Schlüssel zum Erfolg ist? Sicherlich viele Male und das zu Recht. Das ist umso mehr der Fall in einem sich ständig verändernden Umfeld wie dem Klassenzimmer oder in Online-Lernsystemen. 

Arbeitest du als Lehrperson? Dann kennst du dich bestimmt damit aus: Jeder Tag ist ein Abenteuer und es ist besser, im Voraus alle Ressourcen, Vorgaben und Aktivitäten gut zu planen, damit einem nichts entgeht. Dafür gibt es also nichts Besseres als ein Lernmodul.

Wusstest du, dass du Lernmodule erstellen kannst, an denen du mit deinen Lernenden arbeiten kannst? Sehen wir uns das einmal genauer an. Wie können wir die Vorteile nutzen? Sobald du den Dreh raus hast, wird es deinen Alltag zweifellos viel einfacher machen.

Was ist ein Lernmodul?

Ein Lernmodul ist ein strukturiertes Zusammenspiel von Inhalten und Aktivitäten, die auf vorher festgelegte didaktische Ziele ausgerichtet sind. Zusätzlich enthält es alle erforderlichen Angaben für eine erfolgreiche Planung von Unterrichtseinheiten zu einem bestimmten Thema.

Darin werden die Anzahl der Unterrichtseinheiten, ihre Dauer und die zu erreichenden Lernziele sowie die Beurteilungskriterien und die Leistungsnachweise festgelegt, die das Niveau der Lernenden ermitteln sollen. Das Lernmodul wird in drei Phasen eingeteilt: Anfang, Entwicklung und Schluss. Jede dieser Phasen hat ihre Merkmale, Ziele und Arten von Aufgaben, die den Lernenden vorgeschlagen werden.

Ein gutes Lernmodul ist zweifellos ein großartiges Tool für Lehrpersonen. Aber was ist, wenn wir zusätzlich noch Interaktivität hinzufügen? Mit den Lernmodulen von Genially nutzen wir das Potenzial der Digitalisierung, um authentische Lernerlebnisse zu bieten. Die Lernenden haben dabei die Möglichkeit, zu erforschen und ihr Wissen zu erweitern und zu vertiefen.

Klingt genial, oder? Nun, dann lies weiter. Gerne erzählen wir dir mehr darüber.

Die 5 Vorteile der Gestaltung eines Lernmoduls 

  1. Alle deine didaktischen Ressourcen zu einem Thema, Konzept oder einer Thematik an einem einzigen Or

Stell dir nur einmal vor, wie viel Kopfzerbrechen du dir ersparen kannst, wenn du alle Ressourcen und Informationen, die für die Erarbeitung eines Lernmoduls notwendig sind, an einem Ort hast: Spiele, interaktive Bilder, Escape Rooms, pädagogische Breakouts, Quizze… Hier findest du einfach alles.

  1. Spare auf diese Weise viel Zeit bei deiner Unterrichtsplanung

Sobald du dein Lernmodul erstellt hast, wirst du deine Unterrichtseinheiten schneller planen können. Dank der intuitiven Handhabung von Genially erstellst du interaktive Lerninhalte in weniger Zeit als gedacht. 

  1. Deine Lernenden werden mehr in ihren eigenen Lernprozess miteinbezogen

Wenn du dein Lernmodul mit deinen Lernenden teilst, werden Ziele und Beurteilungskriterien für alle verständlicher. Jedoch nicht nur Ziele, sondern alle Informationen und auch neues Wissen im Allgemeinen. Der Grund? Mit einem Lernmodul können Informationen besser organisiert und visueller strukturiert werden, was das Verständnis und Erinnern erleichtert.

Darüber hinaus förderst du die Autonomie der Lernenden. Sie werden in der Lage sein, in ihrem eigenen Tempo an den Inhalten und didaktischen Ressourcen zu arbeiten. 

  1. Du kannst das Lernmodul verändern und an zukünftige Bedürfnisse anpassen

Hast du eine neue Aktivität entdeckt, die perfekt für deine Lernenden ist? Dann füge sie ohne Weiteres hinzu. Sind Zeiten oder Ziele nicht realistisch und sollten für zukünftige Zwecke angepasst werden? Nur zu! Ändere sie. Erstelle jetzt ein Lernmodul, verwende es erneut und ändere es so oft wie nötig. 

  1. Erleichtert die Bewertung

Mit einem Lernmodul kannst du den Fortschritt deiner Lernenden auf effektive Weise bewerten. Mit dem Lernmodul zur Hand weißt du bereits, was von den Lernenden erwartet wird. Das Erreichen dieser Ziele zu messen und zu sehen, wie sie sich im Laufe der Zeit entwickeln, wird dadurch einfacher.

Dank einem Lernmodul wird es dir zudem leichter fallen, Bewertungen durch Tests oder Aufgaben zu planen und diese zu einem sinnvollen Zeitpunkt zu platzieren: am Anfang, um den Wissensstand zu messen, am Ende jeder Lerneinheit oder am Ende des Themas des Lernmoduls. 

Wie erstellst du das perfekte Lernmodul?

Zeit, ein Lernmodul zu erstellen. Sehen wir uns an, wie wir alle seine Elemente nutzen können, um es motivierend und benutzerfreundlich zu gestalten und ein innovatives und effektives Lernerlebnis zu ermöglichen.

Dank endlosen Gestaltungsmöglichkeiten ist das Erstellen eines Lernmoduls mit Genially ein Kinderspiel. Wähle einfach die Vorlage aus, die deinen Bedürfnissen am besten entspricht.
Lass dir diese Vorlage nicht entgehen! Es fehlt ihr an nichts! Vervollständige sie nur mit den Daten und Ressourcen, die für deine Lernenden vorgeschlagen werden.

Arbeitest du als Lehrperson in der Grundschule? Hier haben wir ein weiteres perfektes Lernmodul für deine Klassen.

Ah! Du arbeitest als Lehrperson in der Sekundarschule und bist auf der Suche nach einem Design, das dem Alter deiner Lernenden entspricht? Mit dieser Vorlage ist das ein Kinderspiel!

Bevor wir mit dem Erstellen unseres Moduls beginnen, solltest du zunächst die Lernziele definieren: klar, konkret, messbar und beobachtbar. Sobald du die Ziele festgelegt hast, wird klarer, welche Inhalte du unterrichten musst und wie du diese anhand geeigneter Kriterien übermitteln und bewerten kannst. Dazu musst du deine Lernenden sehr gut kennen und das Lernmodul entsprechend ihrem Kontext und ihren Bedürfnissen gestalten.

Da du jetzt bereits die besten Vorlagen kennst, um großartige Lernmodule zu erstellen, schauen wir uns jede der Phasen der Module an: Anfang, Entwicklung und Schluss.   

Phase 1: Anfang

Genau wie beim körperlichen Training brauchen wir im Unterricht auch ein “Aufwärmen”, um unser Gehirn zu trainieren. Daher und um das Lernen zu fördern, ist es wichtig, die Lernenden am Anfang des Lernmoduls emotional vorzubereiten. Wie du das machen kannst? Hier sind einige Vorschläge:

  1. Wage es, die Neugier deiner Lernenden zu wecken

Ziehe mit unbekannten Aspekten und Anekdoten ihre Aufmerksamkeit auf dich und rege somit ihre Phantasie an. Verwende Storytelling, um dich ihren Interessen zu nähern und sie an reale Situationen heranzuführen. Wenn du möchtest, dass sie sich auch einbringen, stelle ihnen eine problematische Frage, bei der sie ihren persönlichen Standpunkt vertreten können.

  1. Nutze das gesamte Potenzial von Multimedia, um Impulse zu schaffen, die sie fesseln.

Video, Bildergalerie, Podcast, etc.  Wenn das Thema der Module zum Beispiel Umweltschutz ist, wie wäre es, ihnen ein Video über die Menge an Plastik zu zeigen, die unsere Meere und Ozeane bedeckt? In diesem Fall könntest du ihnen folgende Fragen stellen:

  • Was denkst du, passiert mit Wasserflaschen oder Süßgetränken, die wir irgendwo wegwerfen?
  • Wie können wir verhindern, dass sie das Meer erreichen?

  1. Nachdem du die wichtigsten Ideen zusammengefasst hast, überprüfe mit einem Quiz, was deine Lernenden wissen

Das Bestehen eines kleinen informellen Quiz wird den Lernenden helfen, zukünftige Lerneinheiten selbstbewusst zu bewältigen. Wenn Schwierigkeiten auftreten, gewisse Fragen zu beantworten, steht klar, an was die Lernenden noch zu arbeiten haben, bevor sie fortfahren. Noch ein wenig Feedback am Ende des Quiz? Das wäre das Sahnehäubchen!

Indem sie über ihre Vorkenntnisse nachdenken und prüfen, ob sie bereit sind, weiterzumachen, werden sie verantwortungsbewusster und nehmen ihren Lernprozess selbst in die Hand. Auf geht‘s zur nächsten Phase. 

Phase 2: Entwicklung

Endlich! Wir werden nun unsere Lerneinheiten so gestalten, dass sie die Ziele erreichen, die wir uns von Anfang an gesetzt haben. Wie viele Einheiten werden benötigt? Dabei berücksichtigen wir die zu erreichenden Inhalte, Zeiten und Ziele. Unsere Vorlage für Lernmodule umfasst drei Einheiten. Du kannst sie jedoch beliebig anpassen, indem du zusätzliche Einheiten hinzufügst oder bestehende entfernst. 

  • Beginne mit einer Mindmap. Sie setzt die verschiedenen darzustellenden Inhalte zueinander in Beziehung und verdeutlicht ihre Hierarchie. Mache sie interaktiv und verwandle sie in eine Lernressource für deine Lernenden. Sie wird ihnen dabei helfen, sich viel besser an die Wechselbeziehung zwischen den verschiedenen Konzepten zu erinnern.

Mind map

  • In den verschiedenen Lerneinheiten werden die Lernschwerpunkte hervorgehoben und die Inhalte von den einfachsten bis zu den komplexesten strukturiert. Zur übersichtlichen Anordnung von Informationen kannst du eine Zeitleiste, eine Infografik oder eine Liste verwenden. Dies verbessert das Verständnis deiner Lernenden und sie können so in ihrem eigenen Tempo tiefer in die Informationen eintauchen. Zudem hilft es ihnen, mentale Strukturen zu schaffen, die sie in ihrem Studium übernehmen können.

Timeline

  • Verwende visuelle und interaktive Ressourcen, die die Lernenden motivieren, wie z.B. eine Galerie mit Bildern oder Videos, interaktive Bilder, Lernkarten, etc., die es ihnen ermöglichen, Informationen zu verstehen und zu behalten.

Kannst du dir vorstellen, den Lernenden eine Aufgabe zu stellen, die sie während einer der Einheiten lösen sollen? Bleiben wir beim Thema Umweltschutz: Wir verwenden ein interaktives Bild, das verschiedene Arten von Abfall und Plastik im Meer zeigt. Auf jeder Abfallart werden verschiedene interaktive Punkte platziert, die Fakten oder Rätsel über die Dauer der Zersetzung offenbaren.

Du kannst auch eine interaktive Karte oder Lernkarteien verwenden, um das Vorher und Nachher des Zustands unserer Meere und Ozeane anzuzeigen. Von dort aus können die Lernenden die Herkunft solcher Abfälle und die Gefahren, die sie verursachen, diskutieren. Zudem können sie einzeln und gemeinsam Lösungen vorschlagen, wie das Problem gelöst werden könnte.

So macht es doch viel mehr Spaß zu lernen, als durch ein lebloses PDF. Findest du nicht?

  • Sicherlich beenden deine Lernenden jede Einheit mit vielen interessanten Ideen. Warum schlägst du nicht ein Brettspiel vor, bei dem die Spielenden diese teilen können, wenn sie auf die markierten Felder kommen? Lade sie doch ein, eine brillante Zusammenfassung mit einer Präsentation, einer Infografik oder einem interaktiven Vergleich zu erstellen. 

Es wird der perfekte Höhepunkt sein, um alle Ideen gemeinsam zu bündeln, einen Konsens zu erzielen oder neue Wege für zukünftige Einheiten zu eröffnen.

  • Überprüfe, ob sie das neue Wissen gut verinnerlicht haben, mit einem Quiz am Ende jeder Einheit. Ein kleines Quiz während des Lernmoduls hilft, die Inhalte besser zu festigen und ermöglicht es den Lernenden, sich selbst zu bewerten und Entscheidungen zu treffen, um ihr Lernen neu auszurichten. Ah! Und übrigens sind sie nicht so einschüchternd wie ein langer Test.

quiz

Phase 3: Schluss

Schon sind wir am Ende! An dieser Stelle ist es immer eine gute Idee, das Gelernte zu überprüfen. Mal sehen, wie du das machen kannst…

  • Füge eine Zusammenfassung mit Schlüsselideen hinzu. Über den Umfang entscheidest du. Gib jeder Idee eine auffällige Überschrift, die deine Lernenden leicht auswendig lernen können, füge Interaktivität hinzu und lass andere deine Kreation erkunden. 
  • Füge ein letztes Quiz ein. Der Lernprozess des Inhaltes aller Einheiten kann so bewertet werden. Dieses Mal und weil es die letzte Bewertung ist, enthält es Feedback nach jeder Antwort (richtig oder falsch). Vor allem, wenn sie es nicht richtig machen, kannst du einen Hinweis oder eine Information einführen, die den Lernenden hilft, nachzudenken, bis sie die richtige Antwort gefunden haben.

quiz final feedback

Vorlagen für Lernmodule jeglicher Fächer

Hast du Lust auf mehr? Hier gibt‘s mehr! Werfe einen Blick auf all diese Vorlagen und erstelle dein Lernmodul. Es spielt keine Rolle, ob du eine Sprache, Mathematik oder Geschichte unterrichtest: Jedes Lernmodul ist speziell für dein Fach gestaltet. Du sparst Zeit (und Schweiß) bei der Planung deiner Inhalte und deine Klasse wird es lieben, auf diese Weise zu lernen. Was will man mehr? 

Dies war nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Gebrauch, den du von Genially in deinem Alltag als Lehrerperson machen kannst.

Möglichkeiten? Viele. Schwierigkeiten? Keine! Die Vorlagen von Genially sind bereits strukturiert und vorgefertigt, sodass du dich auf das konzentrieren kannst, was dich wirklich interessiert: Inhalte für deine Lernenden zu gestalten. Beginne mit dem Ersetzen von Texten, Bildern und Elementen in Vorlagen für Lerneinheiten oder Lernmodulen. Dank der Benutzerfreundlichkeit wirst du in kürzester Zeit lernen, persönliche und spektakuläre Lernmodule zu gestalten. 

Kannst du dir weitere Möglichkeiten vorstellen, wie du interaktive Ressourcen von Genially in deinen Kursen nutzen könntest? Erzähle uns davon! Wir lesen dich gerne!

Ruth Martín
Ruth Martín
Wenn du nicht ab und zu Fehler machst, lernst du nicht genug.

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