5 Phasen des Design Thinking: Wie du mit dieser Methode deine Projekte zum Erfolg führst

Kennst du bereits die 5 Phasen des Design Thinking? Entdecke, wie du diese Methode anwenden kannst
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Inhaltsverzeichnis

Kannst du dir eine Methode vorstellen, die dir dabei helfen wird, innovative und brillante Lösungen für jedes Problem zu finden? Nun, heute ist wohl dein Glückstag. Es gibt sie und sie heißt Design Thinking. 

Du willst mehr über diesen Zauberstab für Probleme wissen? Dann lies einfach weiter!

Was ist Design Thinking?

Zunächst einmal sollten wir Design Thinking definieren: Es handelt sich um eine Methode, die kreative Problemlösungen auf innovative Art und Weise ermöglicht. Schon der Name selbst „Design Denken“ definiert es und bezieht sich auf die Art und Weise, wie Designer*innen sich den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen nähern, um innovative Lösungen anzubieten. 

Die Methode ist also ausschließlich für Designteams gedacht? Nein, ganz und gar nicht! Es ist ein nützliches Tool in jedem Berufszweig und in einer Vielzahl von anderen Kontexten. Dabei geht es sozusagen darum, „in die Haut des Designers oder der Designerin zu schlüpfen“, um die Probleme aus seiner oder ihrer Perspektive zu betrachten.

Design Thinking verbindet die Fähigkeiten des kreativen Denkens und rationalen Denkens. Kreativität und Vernunft. Das Beste aus beiden Welten mit dem Ziel, eine 360º-Antwort zu geben: innovativ, nützlich, machbar und rentabel. Die durch Design Thinking erarbeiteten Lösungen konzentrieren sich auf drei Aspekte:

  1. Die Bedürfnisse der Menschen (wünschenswerte Lösungen)
  2. Geschäftsanforderungen (wirtschaftlich tragfähige Lösungen)  
  3. Die Möglichkeiten der Technik (technologisch machbare Lösungen)

Wozu wird Design Thinking eingesetzt?

Du stehst vor einem komplexen Problem, das mit herkömmlichen Methoden nicht gelöst werden kann? Design Thinking ist dein bester Verbündeter für solche Herausforderungen: Die sogenannten „wicked problems“ oder „komplexe Probleme“.

Gerne würde ich etwas Konkreteres dazu sagen, aber leider hat Design Thinking seeehr viele Anwendungen. Grundsätzlich wird es verwendet, um Produkte und Dienstleistungen zu gestalten oder zu verbessern, aber auch Geschäftsmodelle oder Prozesse in persönlichen oder beruflichen Projekten. Sie ist wie eine Kartoffel, sie passt einfach zu allem.

Vorteile des Design Thinking: Warum solltest du diese Methode nutzen?

Optimierung von Arbeitssystemen, Innovation zur Schließung neuer Betriebsabläufe, Revolutionierung der Art und Weise, wie dein Unternehmen strategische Entscheidungen trifft, etc. Die Vorteile von Design Thinking sind so zahlreich, dass ich sie nicht alle aufzählen kann. 

In der Unternehmenswelt zum Beispiel ist Innovation das, was Unternehmen dabei hilft, sich an Veränderungen anzupassen und somit auf dem Markt zu bleiben. Dank Design Thinking werden Kosten und Risiken reduziert, da die Einbindung von Design in Arbeitsprozesse die Erfolgschancen erhöht.

“In den 90er Jahren bezog sich der Begriff Innovation tatsächlich auf Technologie. Heute bedeutet Innovation Design.”

Bruce Nussbaum, Managing Editor Businessweek Magazine

Im Bildungsbereich trägt Design Thinking zur Entwicklung der Empathie der Schüler*innen bei und fördert inklusives Denken und Zusammenarbeit. Es ist nie zu früh, um zu lernen, dass die Kombination der Talente eines Teams bereichernd ist und immer zu besseren Lösungen führt. 

5 Phasen: So funktioniert die Design Thinking Methode

Die Phasen des Design Thinking sind 5, wie die Sprachen der Liebe: Empathie, Definition, Ideenfindung, Prototypisierung und Evaluation.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Methode anzuwenden. Es handelt sich im Allgemeinen um einen iterativen Prozess, der auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet ist: die Verbesserung einer Lösung. Dabei arbeitet man an den identifizierten Verbesserungspunkten in der letzten Evaluierungsphase und beginnt den Prozess erneut.

Aber Vorsicht: Es handelt sich nicht um eine exakte Wissenschaft, weshalb die Reihenfolge der Schritte nicht immer eingehalten wird. Gewisse Teams lassen einige der Schritte aus oder ändern sie je nach Bedürfnissen des Projekts, oder sie entwickeln die Schritte parallel zum Projekt. 

Du kannst das Gleiche tun und die Methode so anpassen, wie sie für dich am besten passt. Die 5 Phasen des Design Thinking zu kennen, erleichtert es dir, herauszufinden, wie du die Methode für dich am besten anwenden kannst. Hier sind sie: 

1. Empathie

In der ersten Phase geht es darum, das Problem, für das wir eine Lösung finden wollen, zu untersuchen und zu verstehen. Schlüsselbegriffe sind Zuhören und Empathie. Indem du dich auf dein Publikum konzentrierst und dich darum bemühst, seine Bedürfnisse zu erfüllen, wirst du in der Lage sein, innovative Lösungen zu finden, die einen echten Einfluss auf sein Leben haben.

Es empfiehlt sich, die Personen, für die die Lösung vorgesehen ist, in das kreative Projekt einzubeziehen, insbesondere in dieser ersten Phase und in der abschließenden Test- oder Evaluierungsphase.

Dadurch wird nicht nur die Empathie gestärkt, sondern es wird auch die Widerstandsfähigkeit gegenüber Innovationen verringert. Die beteiligten Personen fühlen sich als Teil des Prozesses und nehmen die Lösungsvorschläge bereitwillig an.

2. Definition

Es ist an der Zeit, sich auf das Problem zu konzentrieren. Dank der Analyse der in der ersten Phase gesammelten Informationen und Beobachtungen lässt sich das Problem erkennen. Somit kannst du dir überlegen, wie du es angehen willst, indem du ein entsprechendes Ziel definierst.

Sollten die Personen, die von der Lösung profitieren werden, nicht Teil des Projekts sein, so empfiehlt es sich, Archetypen oder Profile zu erstellen, um sie zu repräsentieren, ihr Verhalten zu beschreiben und das Verfahren menschlicher zu gestalten.

3. Ideenfindung

In dieser Phase geht es darum, sich so viele Ideen wie möglich auszudenken. Damit hast du eine ganze Reihe von Optionen zur Auswahl. Setze dazu deine ganze Kreativität und Innovationskraft ein, denn du wirst sie brauchen. Der Schlüssel hierzu liegt in der Suche nach neuen Alternativen und Lösungen für die üblichen Probleme.

Die nützlichsten Techniken dafür sind das Brainstorming oder das Aufschreiben von Ideen auf Klebezetteln. Du kannst dies sowohl digital als auch auf Papier tun.

4. Prototyping

Das Erstellen von Prototypen gibt den Ideen eine Form. Prototypen sind ein Zwischenschritt vor der endgültigen Lösung. Experimentiere mit den Ideen, erfinde, baue, kommuniziere, identifiziere Optionen.

Wichtig ist hierbei nicht die Validierung, sondern das kostengünstige Experimentieren.

5. Bewertung

Wie gut funktionieren deine Lösungen? In dieser Phase ist die Inszenierung entscheidend. Schaffe immersive Erfahrungen im Kontext, in dem deine Lösungen eingesetzt werden, oder zumindest in einer möglichst ähnlichen Umgebung, um die vorgeschlagenen Lösungen zu verstehen. 

Hol dir sowohl von deinem Team als auch von den Personen, für die du die Prototypen entworfen hast, ein Feedback ein. So erhältst du wertvolle Informationen, um deine Prototypen zu verfeinern, und sogar einen neuen Ansatz, der dich dazu bringen kann, den iterativen Design Thinking Prozess erneut zu beginnen. 

In dieser Phase werden Interviews oder Tests durchgeführt, um die vorgeschlagene Lösung zu bewerten. Auch Teamdynamiken wie Fokusgruppen werden eingesetzt.

Wie man Design Thinking Techniken anwendet

Wir haben dich bereits überzeugt? Du möchtest Design Thinking anwenden, um eine aufgetretene Herausforderung zu meistern? Dann lassen wir dir hier einige inspirierende Kreationen, die dir bei der Suche nach Lösungen mit dieser Methode helfen werden.

Karten der Empathie

Diese Art von Karte kann dir helfen, den idealen Kunden oder die ideale Kundin eines Unternehmens zu beschreiben, dank der Analyse von 6 Aspekten, die mit den menschlichen Gefühlen zusammenhängen. Stelle dazu Fragen, die dir helfen, den Kunden oder die Kundin kennenzulernen und mit ihm oder ihr eine Beziehung aufzubauen oder Zeit zu sparen. Gib ordentlich Gas mit geniallys wie diesem:

VORLAGE

Einfühlungskarte

Mind Maps

Mind Maps eignen sich hervorragend, um Ideen, Notizen oder sogar zufällige Wörter rund um ein Hauptkonzept darzustellen. Sie sind super nützlich, um Informationen zu einem bestimmten Thema zu behalten oder zu merken, und um sie nach Themen oder Unterkategorien zu ordnen und zu klassifizieren, um mehr Ideen zu generieren. 

Diese Vorlage wird dir sicherlich helfen:

VORLAGE

Mind Map

Skizzen und Listen

Wenn du ein Produkt entwerfen möchtest, ist es ideal, eine Gesamtidee oder einen Überblick zu haben, bevor du einen Prototyp erstellst. Dies hilft dir dabei, Lösungen zu priorisieren, hervorzuheben und über mehrere Ideen nachzudenken.

Mit diesem genially sparst du dir viele Kopfschmerzen:

VORLAGE

SWOT-Analyse

Präsentationen und Infografiken

Wenn dir der Prozess wichtig ist, stell dir vor, wie wichtig es ist, ihn attraktiv, klar, prägnant und, warum nicht, sehr WOW zu präsentieren und anderen zu zeigen. Diese interaktive Vorlage ist ideal, um die Aufmerksamkeit deines Publikums zu wecken und es auf alle Funktionen aufmerksam zu machen.

VORLAGE

Technologisches Produktblatt

Brauchst du noch mehr Gründe, warum du Genially in deinem Design verwenden solltest? Hier sind vier.

‘Unternehmer zu sein hat nichts mit Geld oder Ruhm zu tun, es geht darum, Probleme in der Gesellschaft zu lösen und Leidenschaft dafür zu haben, Chancen zu schaffen, wo andere nur Probleme sehen’.

Steve Jobs

Wie du deinen Geist in den Design-Modus versetzt: die Grundlagen des Design Thinkings

Um die Designer-Mütze aufzusetzen, musst du als Erstes deiner Kreativität freien Lauf lassen. Hier sind fünf hilfreiche Aspekte im Design Thinking Prozess:

  • Wirke mit

Suche, wann immer möglich, nach Lösungen mit Menschen unterschiedlicher Hintergründe und nutze so die kollektive Intelligenz. Dadurch entstehen innovative Ideen.

  • Stärke deine Empathie

Versetze dich in die Lage der Menschen, für die du die Lösung entwirfst, und die deiner Teamkolleg*innen. Auf diese Weise wirst du ein besseres Ergebnis erreichen.

  • Nutze visuelles Storytelling

Vermittle deine Ideen mit einem visuellen Ansatz. Verwende visuelle Elemente wie Icons oder Bilder für dein Storytelling. Durch visuelles Denken förderst du deine kreative Intelligenz und steigerst deine Innovationsfähigkeit.

  • Vertraue

Sei optimistisch. Im Design Thinking hat jeder Mensch seinen Platz, denn alle können den Wandel und die Entwicklung vorantreiben. Dabei spielt es keine Rolle, wie hoch dein Budget ist oder wie groß das bevorstehende Problem ist. Wer an seine eigene Kreativität glaubt, hat den Schlüssel zur Innovation in der Hand.

  • Experimentiere

Wage den Sprung, entwickle neue Lösungen, handle, lerne aus deinen Fehlern. Es geht nicht nur ums Denken, sondern auch ums Schaffen. So wird der Design- und Innovationsprozess vervollständigt.

Design Thinking und ikonische Marken: fünf Beispiele für eine erfolgreiche Idylle

Nach all dem angebotenen Wissen weißt du immer noch nicht genau, wie dir Design Thinking bei einem Projekt helfen kann? Dann stellen wir dir nun fünf Marken vor, die ihre Geschäftsmodelle nach dieser Methode entworfen oder umgestaltet haben. 

  • Uber. Das VTC-Unternehmen schlechthin praktiziert Empathie, indem es Einblicke in seine Zielmärkte gewinnt, um deren Gastronomiekultur und die Bedürfnisse der Menschen zu verstehen. Es führt A/B-Tests durch, um die besten Lösungen auszuwählen, und organisiert regelmäßig Innovationsworkshops.
  • Nike. Du hast richtig gelesen: Bei Nike stehen sowohl das Publikum als auch die Mitarbeiter*innen im Mittelpunkt der Strategien. Als sie in den 1980er Jahren Sneakers mit Luftkissen herausbrachten, haben sie auf die Bedürfnisse ihres Publikums reagiert und Innovation mit Design vereint.
  • Apple. Wie Steve Jobs bereits sagte: „Unternehmer zu sein hat nichts mit Geld oder Ruhm zu tun, es geht darum, Probleme in der Gesellschaft zu lösen und Leidenschaft dafür zu haben, Chancen zu schaffen, wo andere nur Probleme sehen“. Gemäß dieser Voraussetzung und mit Hilfe von Design Thinking ist es ihnen gelungen, Design, Technologie und Schlichtheit zu vereinen – die Grundlagen ihres Erfolgs.
  • Ikea. Dass das Unternehmen sich für Nachhaltigkeit einsetzt und dabei die Bedürfnisse seiner Kund*innen im Mittelpunkt stehen, ist eng mit unserer bevorzugten Methode verbunden. Design Thinking und seine verschiedenen Phasen haben wesentlich zum Wachstum und zur Expansion des schwedischen Einzelhandelsriesen beigetragen.
  • Zara. Der Textilriese wurde praktisch durch Design Thinking geboren: ein Unternehmen, das modische Designs zu erschwinglichen Preisen für die breite Bevölkerung anbot und sozialen Bedürfnissen gerecht wurde.

Kurz gesagt, lass dich vom Design Thinking verzaubern, wenn du es noch nicht getan hast. Es macht dein Projekt innovativer, kreativer und daher erfolgreicher. Hast du es schon angewendet? Erzähl uns davon in den Kommentaren.

Natalia De la Peña Frade
Natalia De la Peña Frade

Ich versuche Dinge zu schreiben, die du gerne liest

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